Candida Höfer

Opernhaus Köln
2007

Candida Höfer, Opernhaus Köln

C-Print

Darstellung: 38 × 51 cm
Blatt: 60 × 73,4 cm

Rückseitig auf einem Etikett signiert sowie gedruckt datiert, betitelt und "46/100" nummeriert

Auflage 100; Herausgeber: Edition Liebe Deine Stadt, Köln

Provenienz

Atelier der Künstlerin

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Perspektiven der Fotografie", Düsseldorf 2020
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Perspektiven der Fotografie", Düsseldorf 2020, Nr. 12

Candida Höfer fotografiert öffentliche Innenräume unterschiedlicher Bauweisen und Epochen: Schlösser, Museen, Bibliotheken, Universitäten, Kirchen, aber auch Theater- und Opernhäuser. Es sind Orte, die von Menschen genutzt werden, sie beherbergen, sie aufeinandertreffen lassen; Orte des Wissens, der Begegnung, der Kultur, aber auch der Repräsentation. Als eine der Ersten wandte sich die Düsseldorfer Fotografin bereits Mitte der 1970er Jahre der Farbfotografie zu, während ihre Kollegen der Becherklasse zuerst noch Schwarz-Weiß-Filme nutzten. Wählte sie anfangs noch Menschen als ihr Motiv, so entdeckte sie schon bald von diesen geschaffene Räume als ihr Sujet. Früh bildete sich in Höfers Werk ein prägnanter, wiedererkennbarer Stil heraus, der ihr bereits während ihres Studiums die ersten Galerie-Ausstellungen einbrachte. Die strenge Frontalität und offene Perspektive mit der Höfer die Säle einfängt, lässt deren Struktur und Funktion erkennen. Trotz der Abwesenheit von Personen offenbart die Gliederung der Fläche, wie der Aufenthalt der Menschen in ihnen organisiert wird. Die Architekturen werden zu Repräsentationen der Gesellschaft, zu ihrem Spiegelbild und ihrem Aushängeschild. Durch die symmetrische Anordnung und eine starke Fluchtperspektive wird der Betrachter in die Motive hineingezogen. Ihre Klarheit fasziniert, erweckt Ehrfurcht und führt vor Augen, dass der Schönheit hier eine Ordnung zugrunde liegt.

Über Candida Höfer

Candida Höfer gehört der Düsseldorfer Photoschule von Bernd und Hilla Becher. Mit ihren Aufnahmen von menschenleeren, öffentlichen und halböffentlichen Räumen gelangte sie zu größerer, öffentlichen Bekanntheit.

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