Ewald Mataré
Eingekauertes Rind II
1947
Bronze
9,5 × 13,5 × 4,7 cm
Signiert mit dem Monogramm
Lebzeitguss; Auflage von 16 Güssen zu Lebzeiten, 4 posthume Abgüsse
Werkverzeichnis Schilling 1994 Nr. 306b
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Wir danken Herrn Guido de Werd, Gründungsdirektor des Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung, für die freundliche Bestätigung der Echtheit des Werkes und die weiterführenden Informationen.
Galerie Klihm, München (-1957); Karl Ströher, Darmstadt (1957-); Privatsammlung (durch Erbschaft)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 122
- Sabine Maja Schilling, "Ewald Mataré – Das plastische Werk: Werkverzeichnis", Köln 1994, Nr. 306b
- Pfalzgalerie Kaiserslautern/Städtische Museen Heilbronn, "Ewald Mataré", Ausst.-Kat., Kaiserslautern/Heilbronn 1981, Nr. 37 (anderes Exemplar)
- Galerie Alex Vömel (Hg.), "Ewald Mataré. Skulpturen, Holzschnitte, Aquarelle", Ausst.-Kat., Düsseldorf 1975, Nr. 15 (anderes Exemplar)
Nur ein Jahr später entsteht 1947 »Eingekauertes Rind II«, bei dem die liegende Haltung erneut im Zentrum steht. Dargestellt ist ein zum Ruhen zusammengerolltes Rind, dessen Kopf auf den Beinen liegt. Trotz dieser Ruheposition kann die Skulptur aufgrund ihrer ebenen Unterseite auch aufrecht platziert werden. In dieser Ausrichtung entfaltet sie eine monumentale Wirkung und erinnert an einen freistehenden Felsblock in der Landschaft. Die linke Seite der Figur steigt steil an, bedingt durch die starke Drehung des Halses, während die gegenüberliegende Seite mit dem sich absenkenden Rücken flacher verläuft. Das enge Zusammenziehen des Körpers verleiht der Skulptur eine ausgeprägte Geschlossenheit und Kompaktheit. Die Oberfläche ist differenziert gestaltet: In der unteren Zone finden sich feine Ritzungen, während der Bereich der Hörner plastisch hervortritt. Beine, Hufe und Schenkel sind linear eingearbeitet, die mondförmigen Hörner heben sich deutlich ab, und die Fläche dazwischen ist punktiert. In der Gestaltung des »Eingekauertes Rind II« verbindet Mataré plastisches Volumen mit flächiger Wirkung und schafft, ohne sich vollständig vom Naturvorbild zu lösen, eine stark abstrahierte Skulptur.




