Georg Kolbe

1877, Waldheim1947, Berlin

Georg Kolbe ist bekannt für seine dynamisch komponierten, meist weiblichen Akte, für die ihm oft Berühmtheiten aus der Tanzwelt Model standen. Mit dem Ziel autonome, zeitgemäße Menschen darzustellen, entstehen bewegte Einzelfiguren, die er in spannungsreichen Posen und mit sehr viel Sinnlichkeit modelliert. Seine „Tänzerin“ (1911/12) in der Berliner Nationalgalerie löste damals wie heute große Begeisterung aus. „Der Morgen“ (1925/1929) am Weltausstellungspavillon von Mies van der Rohe in Barcelona steht sinnbildlich für Kolbes intensive Beschäftigung mit der Beziehung von Mensch und Architektur in der Moderne. Ab den 1930er Jahren entstehen Menschengestalten im Sinne Nietzsches, die als Vorbild dienen sollten. Kolbe war international einer der erfolgreichsten deutschen Bildhauer seiner Zeit.

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