Hermann Max Pechstein

Fischerhafen in Nidden
1909

Hermann Max Pechstein, Fischerhafen in Nidden

Aquarell auf Bütten

38,2 × 46 cm

Signiert mit dem Monogramm und "09" datiert

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Expertise

Julia Pechstein, Hamburg 2025

Provenienz

Privatsammlung Berlin (ca. 1959-); Privatsammlung Berlin/Kreuzau (-ca. 2023)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
  • HfBK/Nationalgalerie der ehemals Staatlichen Museen Berlin, "Der junge Pechstein",1. Feb. - 15. März, Berlin 1959
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 136
  • HfBK/Nationalgalerie der ehemals Staatlichen Museen Berlin (Hg.), "Der junge Pechstein", Ausst.-Kat., Berlin 1959, Nr. 43

Das farbstarke und atmosphärische Aquarell ist ein typisches Beispiel aus Max Pechsteins expressionistischer Schaffensphase. In reinem Gelb strahlen die Sandbänke am Wasser entlang bis an den Horizont. Gerahmt von der in grün und orange gefassten Landschaft mit Bäumen, Häusern und Wiesen, schafft Pechstein eine idyllische Idealansicht eines frühen Morgens, an dem die Fischerboote noch seelenruhig in der Bucht festgemacht sind, bevor es auf das Meer hinausgeht. Farbe und Licht spielen in seinen Werken eine essenzielle Rolle. »Berauscht vom ewigen Rhythmus des Meeres«, so Pechstein, beschreibt er seine Begeisterung für das klare Licht und die Intensität der Farben, während seiner regelmäßigen Sommeraufenthalte am Meer: »Ich sog mich voll Licht und Farbe in der von den Menschen nicht verdorbenen Natur.«1 Insgesamt sechs Mal reist Max Pechstein von 1909 an ins ostpreußische Fischerdorf Nidden an der Kurischen Nehrung. Am Fuße der Wanderdüne verbringt er produktive Sommermonate zwischen Ostsee und Haff. Wie auch den anderen »Brücke«-Malern, geht es ihm auf seiner sehnsuchtsvollen Suche nach dem Elementaren und Naturbelassenem insbesondere darum, das Leben in all seiner Ursprünglichkeit darzustellen. Der Maler, der meist im Freien unmittelbar vor dem Motiv malt und zeichnet, setzt in unserem Aquarell eben jene intensive Wahrnehmung der landschaftlichen und atmosphärischen Bedingungen seines Umfelds eindrucksvoll um.

1 Maren Welsch, »Keitel- oder Kurenkahn, Yacht und Dampfer. Schiffe und Meer in den Bildern von Max Pechstein«, in: Aya Soika (Hg.), »Hermann Max Pechstein – Ein Expressionist aus Leidenschaft«, Ausst.-Kat., München 2010, S. 112.

Über Hermann Max Pechstein

Der Expressionist Hermann Max Pechstein war Mitglied der „Brücke“, Mitbegründer der Neuen Secession in Berlin. Typisch für Pechstein sind seine leuchtenden Farben, die er in seinen Gemälden und seinen Arbeiten auf Papier in einem spannenden Kontrast zueinander auf den Malgrund setzt.

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