Emil Nolde
Frauenkopf / Mädchenkopf
1916-1918
Aquarell auf Papier
30,8 × 26,8 cm
Signiert
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angefragt bei der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde Juli 2026
Galerie Wittrock, Düsseldorf (-1985, als Leihgabe); Privatsammlung (1985-)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026/2027
- Galerie Wittrock, "Emil Nolde", Düsseldorf 1985
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026, S. 120
- Galerie Wittrock (Hg.), "Emil Nolde", Ausst.-Kat., Düsseldorf 1985, Nr. 36
Der „Frauenkopf“ steht exemplarisch für Noldes lebenslange Beschäftigung mit dem menschlichen Antlitz. Bereits seit den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Porträts und Kopfstudien, in denen ihn weniger die individuelle Ähnlichkeit als vielmehr der innere Ausdruck seiner Modelle interessierte. Mit wenigen Tuschelinien und transparenten Farbflächen entwickelt Nolde eine eindringliche Präsenz. Die Konzentration auf Gesicht und Blick verleiht dem Blatt eine Intensität, die weit über das Flüchtige einer Studie hinausweist.
Allen hier ausgewählten Arbeiten gemeinsam ist Noldes außergewöhnliches Gespür für die Ausdruckskraft der Farbe. Ob Landschaft, Figur oder Porträt stets gelingt es ihm, mit wenigen malerischen Mitteln eine dichte Atmosphäre zu schaffen und das Sichtbare in ein emotionales Bild von großer Intensität zu verwandeln.
Noldes Aquarelle stehen exemplarisch für seine Auffassung von Malerei als fortwährender schöpferischer Prozess. Er selbst formulierte diesen Anspruch rückblickend mit den Worten:
„Mit der Farbe, mit den Mitteln, dem Technischen war es ein schweres Ringen. Alles Übernommene, Gelernte war nichts, alles mußte wie neu erfunden werden.“1
1 https://www.nolde-museum.de/museum/der-farbenmagier [12.8.2026]